Die Sensation der internationalen Auto- und Motorrad-Ausstellung in Berlin 1938 war der Horch 855 Special-Roadster. Die elegant geschwungenen Kotflügel, der großzügige Chromschmuck und der V8 Motor machten den Wagen zum Star der Ausstellung. Der Reihenachter mit fünf Litern Hubraum und einer oben liegenden, per Königswelle angetriebenen Nockenwelle war für seine Zeit hochmodern. Er entwickelt seine 120 PS bei 3400 Umdrehungen pro Minute und beschleunigte den Wagen der Extraklasse auf die Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h. Das leicht zu schaltende Getriebe verfügt optional über einen fünften Gang, der als Schongang für die Langstrecke ausgelegt war. Der Horch 855 Roadster wurde nicht lange gebaut, denn das Werk wurde für den Krieg benötigt. Es entstanden nur sieben Roadster mit Karosserien von Gläser aus Dresden oder dem hauseigenen Karosseriebau. Nur zwei originale Exemplare haben sich erhalten. Dieses Ausnahmeauto sieht man hier in einer edlen Modellversion. Die zweifarbige Variante unterstreicht die rasante Eleganz des ehemaligen Flaggschiffes der Auto Union.